Andrea Pfaehler, ja das bin ich wohl!
Also gut, dann fangen wir an, wo es eigentlich aufhört: Anno 1971.
Andrea wurde im Kreise liebevoller Nonnen in der Josefsklinik in Basel, als Tochter einer Holländerin und eines stolzen Basler Vaters als Schweizer Bürgerin geboren.

Danach verbrachte sie ihre ersten Jahre als glückliches Landei im Steuerparadies Arlesheim, wo sie, nachdem sie das benachbarte deutsche Land ausgekundschaftet hatte, sesshaft wurde.

Als das Meidli sich für einen Beruf entscheiden sollte, fiel ihr nichts anderes ein, als das, was schon ihre Grossmutter leidenschaftlich ausübte.

Sie lernte in Zürich an der Schauspielakademie Zürich den Unberuf des Schauspielens. Angenehme Seiten entdeckte sie an dieser Entscheidung viele, denn Andrea musste nicht mehr Kopfrechnen, keine chemische Formeln buchstabieren können, noch die Gesetze physikalischer Phänomene begreifen, sondern war privilegiert, nicht immer in derselben Haut stecken zu müssen. Anders: die schönste Pflicht, in immer neue Figuren hinein schlüpfen zu dürfen!

Andrea verfiel schon schnell (seit 1991) dem, in diesen Berufskreisen verbreiteten Idealismus, und glaubt noch immer fest, mit Kunst im Kleinen Grosses zu tun und dem Materialismus durch Kultur die Stange halten zu können.

An den verschiedenen Theatern und in unzähligen (vielleicht eine leichte dramatische Übertreibung) Formationen freischaffender Gleichgesinnter hat sie diesem Glauben Beine gemacht.

Zwischen Klassik und Lachnummern hat sie dann eins, zwei, drei Kinder schwupp bekommen. Haus mit Garten, einem Hund, drei Katzen und sogar einem Mann, die Hände plötzlich voll zu tun und nicht nur mit Proben. Aber trotzdem hat sie Zeit für Spielen, Sprechen, Schreiben. Blätter voll mit Texten die keiner lesen kann, weil Andrea das Geschreibsel in die Schublade verschwinden lässt. Spass hat sie beim Regie führen, Aschenputtel machte 2004 im Scala Basel Kinder froh und Erwachsene ebenso. Noch nicht alt, aber immerhin über dreissig und niemals ganz vierzig, ist Andrea voll im Saft und das Theaterblut fusioniert mit noch mehr Leidenschaften.
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